Inmit-Studie belegt volkswirtschaftliche Bedeutung der Kreditverbürgung für den Mittelstand (3)

Der Staat verbessere seine finanzielle Position mit Hilfe der Bürgschaftsbanken also erheblich, unterstreicht der wissenschaftliche Studienleiter und Institutsvorstand Prof. Dr. Axel G. Schmidt. „Dementsprechend würde sich ein kompletter Stopp des Bürgschaftsbankensystems negativ auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auswirken: Die permanent positiv wirkenden Investitionseffekte würden in diesem Fall so lange abnehmen, bis sie kaum noch spürbar wären, während weiterhin Ausfallzahlungen entstünden, die vom Staat anteilig zu tragen wären und entsprechend negative Auswirkungen auf gesamtwirtschaftliche Größen hätten.“ Über den messbaren Netto-Nutzen hinaus müssen auch weitere qualitative volkswirtschaftliche Auswirkungen von Bürgschaften berücksichtigt werden, verweist die inmit- Studie unter anderem auf die Aufrechterhaltung eines funktionsfähigen Wettbewerbs durch Unterstützung von zwei- bis dreitausend Existenzgründungen jährlich und auf die Sicherung der Unternehmensfortführung beim finanziell oft problematischen Generations- und Eigentümerwechsel.
Die unverzichtbare Rolle der Bürgschaftsbanken für die Mittelstandspolitik in Deutschland wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Die veränderten Rahmenbedingungen für die Finanzierungsinstitute, die Globalisierung der Finanzwelt und Basel II verlangen eine stärker als bisher nach Risikoaspekten ausgerichtete Geschäftspolitik. Für Existenzgründer und Mittelständler wird damit der Zugang zu Krediten schwieriger – und die Beantragung einer Bürgschaft immer folgerichtiger.