Boost Juice Bars

The Boost goes on

Sie sind gesund und lecker, frisch zubereitet, im Nu fertig und nicht teuer. Damit liegen sie voll im Trend. Smoothies sind Säfte aus unterschiedlichen Fruchtmischungen, angereichert mit fettarmem Joghurt, die ohne Zusatzstoffe zubereitet werden. Sie haben den US-amerikanischen und den australischen Markt längst erobert. In deutschen Supermärkten kann man sie seit zwei Jahren in Flaschen kaufen, wenngleich ohne Joghurt.

Doch seit August 2009 gibt es auch in Deutschland Smoothies, die vor den Augen der Kunden zubereitet werden, nämlich in der ersten deutschen Boost Juice Bar am Darmstädter Luisenplatz. Die Bar gehört zu dem australischen Franchisegeber gleichen Namens, welcher derzeit in Deutschland eingeführt wird. Florian Gorzny betreibt die Darmstädter Bar und ist Inhaber der Masterlizenz für Deutschland. Sein Fokus liegt zur Zeit auf Hessen. Hier plant Gorzny in den ersten fünf Jahren die Eröffnung mehrerer Läden, von denen er einige selbst betreiben will. Die übrigen wird er an Subfranchise-Unternehmer vergeben. Dasselbe gilt für die geplanten Bars in Nordrhein-Westfalen, deren erste im Oktober 2009 in Essen eröffnet wurde. Ursprünglich sollte Gorznys Boost-Premiere in Frankfurt stattfinden, doch ließ sich dort noch kein geeignetes Ladenlokal finden.

Ausschließlich 1A-Lagen wie Einkaufszentren, Bahnhöfe oder Flughäfen sowie Haupteinkaufsstraßen kommen in Frage, bereits ab 15 Quadratmetern Fläche ist die Realisierung einer Boost Juice Bar möglich.
Gorzny benötigte ein Darlehen für die Masterlizenz und um den ersten Store zu eröffnen. Seine Hausbank forderte eine bankübliche Absicherung des notwendigen Darlehens und riet ihm, sich zur Besicherung der hessischen Lizenz und Läden an die Bürgschaftsbank Hessen zu wenden. Nach sorgfältiger Prüfung aller Fakten stand in Wiesbaden fest: hier liegt ein gutes Produkt in guten Händen. Denn die Nachfrage nach gesunden Nahrungsmitteln wächst. In den USA waren Smoothies bereits 2005 ein 1,6 Milliarden-Dollar-Markt, bei dem 94% auf Smoothie-Stores und nur 6% auf den Verkauf von Flaschen im Supermarkt entfielen. Das Konzept von Boost ist auf dem deutschen Markt fast konkurrenzlos. Es gibt daneben Saftbars der Kette Mister Clou, welche vorgepresste Säfte und vegetarische Speisen anbieten. Außerdem hat die Firma Chiquita einige Smoothie-Läden in Deutschland eröffnet. Die Aussichten erscheinen dennoch viel versprechend. Gorzny konnte eine beachtliche Summe an Eigenkapital und Erfahrungen als Geschäftsmann und Franchisenehmer in die Waagschale werfen. Nach seinem BWL-Studium auf der Berufsakademie und einem Jahr als Mitarbeiter bei Media Markt hatte er sich bereits Ende 2004 selbstständig gemacht. Seine GmbH betreibt drei Restaurants einer weltweit operierenden Schnell-Restaurant-Kette in und um Frankfurt - und das mit Erfolg. Alle Voraussetzungen zur Vergabe einer Bürgschaft waren somit erfüllt. „Das ging eigentlich unkompliziert und schnell“ resümiert Gorzny rückblickend.

Die Bürgschaftsbank Hessen (BB H) fördert als aktive Selbsthilfeeinrichtung der Hessischen Wirtschaft seit 1954 den wirtschaftlichen Erfolg kleiner und mittlerer Unternehmen sowie Freiberufler. Für Unternehmer, die ein überzeugendes Konzept vorlegen, stellt sie Bürgschaften für Kredite oder Beteiligungen. Das Programm „Bürgschaft ohne Bank“, kurz BoB, stand ursprünglich Existenzgründern, Unternehmensnachfolgern und jungen Unternehmer offen. In der Zeit von August 2009 bis Ende 2010 wurde das Programm auf alle kleinen und mittleren Unternehmen Hessens ausgeweitet. Damit reagierte die Bürgschaftsbank Hessen auf die aktuelle Wirtschaftslage und die damit verbundenen Schwierigkeiten, Investitionen oder Betriebsmittel finanziert zu bekommen. Das Besondere an BoB: Der Weg führt zunächst zur Bürgschaftsbank, die im Erfolgsfall eine erstklassige Sicherheit vergibt. Mit dieser kann der Unternehmer dann eine finanzierende Bank oder Sparkasse finden, in der Regel zu deutlich günstigeren Konditionen. Daneben steht Unternehmern auch weiterhin der klassische Weg zur Bürgschaft offen, den auch Gorzny gegangen war. Hierbei stellt die Hausbank den Antrag bei der Bürgschaftsbank und erhält so im Erfolgsfall eine erstklassige Sicherheit. Die maximale Bürgschaftssumme beträgt derzeit zwei Millionen Euro. In der Regel können bis zu 80 Prozent des Kreditbedarfs auf diesem Weg besichert werden, in besonderen Fällen können es sogar 90% sein. Seit Juli 2009 profitieren Franchisenehmer- und -geber zudem von einer Kooperation zwischen dem Verband Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB) und dem Deutschen Franchise-Verband (DFV). Diese hat zum Ziel, die Finanzierungsbedingungen für Franchising durch angepasste Lösungen weiter zu verbessern.

Gorzny baut sein Unternehmen alleine auf und entscheidet über Strategie, Marketing und Teile der Produktpalette. „Die Möglichkeit, durch eine Masterlizenz auch die Rolle des Franchise-Gebers zu übernehmen, reizte mich sehr“, so der 29-Jährige. Von Boost erhält er Unterstützung und Beratung in kaufmännischen und organisatorischen Fragen, bei der Werbung, der Einrichtung der Läden und der Schulung der Mitarbeiter. Ein leitender Angestellter und drei bis vier Aushilfen pro Laden werden es sein. Einen Weggefährten beim Aufbau der Restaurants, Andreas Stork, hat er als Geschäftsführer der „Boost-Stores“ eingesetzt.

Die Inspiration zu seinem Unternehmen bekam Gorzny auf einer Australienreise – schließlich sind die Boost dort zuhause. "Erst sah ich überall Menschen mit grünen Bechern rumlaufen, dann fand ich heraus, woher die kamen, probierte selbst und lief von da an auch nur noch mit einem Boost-Becher durch die Gegend." Die Boost bieten in erster Linie Smoothies an. Daneben stehen für jeden Kunden frisch zubereitete Fruchtsäfte in frei wählbaren Kombinationen, Fruchtmüsliriegel, Joghurt mit Früchten, Muffins und auf Bestellung zubereitete Wraps auf der Speisekarte, alles ausschließlich zum Mitnehmen.

Die Australierin Janine Allis hatte die Idee der Smoothie-Bars aus einem Urlaub in den USA mitgebracht und im Jahr 2000 die erste Boost in Adelaide gegründet. Für sie war es die Fast-Food -Alternative schlechthin: ein gesunder Imbiss, wenn sie mit ihren drei Söhnen in der Stadt war. Heute liest sich die Geschichte der Smoothie-Kette wie ein Märchen der Superlative. 2002 galt sie als die am schnellsten wachsende Franchisekette in Australien und nach acht Jahren erfreute sie sich Down Under einer Marktbekanntheit von satten 94% Prozent. Inzwischen ist die Anzahl der Standorte auf über 250 gestiegen, verteilt auf Australien, den Nahen Osten, Asien, Europa und Südamerika. Der Franchiser ging bei zahlreichen namhaften Preisverleihungen als Sieger hervor, als „Franchisor of the year 2005“, als „best food retailer 2007“; 2008 kam der „achievement award“ der National Retailers Association hinzu, um nur einige zu nennen. 2007 bezeichnete das Marketingmagazin das Unternehmen Boost als das „Starbucks of the juicing world“.

Na dann, Deutschland, lets get boosted!

zu Boost Juice Bars

www.boostjuicebars.com