Kelterei Elm
Weder saft- noch kraftlos
Der Herbst 2008 bescherte den deutschen Obstbauern eine reiche Ernte. Für die Kelterei Elm im hessischen Flieden bedeutete dies zunächst nicht nur Segen, denn Bauern und Kelterei sind durch Liefer- und Abnahmeverträge aneinander gebunden. Was tun, wenn die Bauern plötzlich fast die doppelte Menge der Vorjahre liefern?
Harald Elm, der Ende der achtziger Jahre die Firma von seinen Eltern übernommen hatte, wusste: das Obst muss aufgekauft, gelagert und verarbeitet werden. Die Kelterei Elm stand kurzfristig vor einem Finanzierungsbedarf von 850.000 Euro. Die Alternative wäre gewesen, mitten in der Saison keine Äpfel mehr anzunehmen, wie das manch andere Kelterei tat. Dies kam für Elm nicht in Frage, hätte es sich doch negativ auf die Obsterzeuger ausgewirkt, Sie um den Lohn Ihrer Arbeit gebracht.
Um einen kostengünstigen Erntekredit zu erhalten, schlug Elms Hausbank vor, die erforderliche Absicherung des Kredits bei der Bürgschaftsbank Hessen zu beantragen. Der gelernte Getränketechnologe ließ sich überzeugen und die Bank leitete den Bürgschaftsantrag an die BBH weiter.
Die Kelterei Elm ist aus mehreren Gründen gut aufgestellt. Die Rohstoffe stammen sehr zeitgemäß zu 90 Prozent aus der Region, wiederum 80 Prozent davon in Bioqualität. Die Produktpalette umfasst aber auch Extrakte aus Holunderblüten, Quitten oder Ingwer, die sich unter anderem im Kultgetränk Bionade wiederfinden. Im Vertrieb agiert das Unternehmen jedoch auf nationaler und internationaler Ebene, immer mit der Philosophie, die regionale Rohware in Ihren Produkten unterzubringen.
Der Bürgschaftsbank fiel es daher nicht schwer, der Kelterei Elm und seinen 36 Mitarbeitern für deren Investition in die Zukunft Ihre Hilfe zuzusichern.

