Weise Water Systems
Nun kann es fließen
Es gibt Erfindungen, deren Sinnhaftigkeit sich auch dem Laien sofort erschließt. Hierzu zählt die von Ulrich Weise entwickelte und patentierte Membrantechnik zur Aufbereitung von Wasser.
Bereits 2001 gründete Weise mit Hilfe von Investoren die Weise Water Systems GmbH in Langgöns bei Gießen. Seither liefert er seine getauchten Ultrafiltrations-Filter zu rund 70 Prozent ins Ausland, etwa nach Spanien, Kanada, USA, Italien oder auch in die Türkei, wo die Technik hauptsächlich zum Bau von kommunalen und industriellen Kläranlagen eingesetzt wird.
Die Geschäfte laufen gut, doch immer wieder fehlten in der Vergangenheit Gelder, um größere Anlagen vorfinanzieren zu können. Einige lukrative Aufträge musste Weise bereits ablehnen, da der Kunde keine Anzahlungen leisten wollte. Das Fazit: Weise Water Systems musste seine Liquidität deutlich verbessern; das sogenannte Kombi-Programm der Bürgschaftsbank Hessen (BBH) und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Hessen (MBG H) sollte helfen.
Zweifel an der Kreditwürdigkeit der Weise Water Systems GmbH bestanden keine. Der Umwelt- und Ressourcenschutz gewinnt nach Einschätzung der BBH ohnehin stark an Bedeutung, mit ihm die Nachfrage nach Umwelttechnologien. Das von Weise patentierte Filterverfahren kann selbst kleinste Viren nahezu vollständig aus dem Wasser filtern. Hinzu kommen geringe Wartungs- und Energiekosten, sodass das Produkt durchaus konkurrenzfähig ist. Zukünftige Märkte sieht Weise viele, etwa Ein- und Mehrfamilienhäuser, Gaststätten, Hotels und Schiffe. In Ländern mit hohem Wasserverbrauch und geringen Niederschlagsmengen, wie Indien und China, kann die hauseigene Wasseraufbereitung durch kleine Filtereinheiten vorangebracht werden.
Ausgestattet mit dem neuen finanziellen Hintergrund wagt sich der Unternehmer seit diesem Sommer nun an potentielle Auftraggeber, von denen er bislang nur träumen konnte.

